2017 - Seminar mit Michael Mokrus: Scham, Schuld und Identität




In diesem Seminar werden wir die Entwicklung von Scham- und Schuldgefühlen aus der Perspektive der Neurowissenschaften, aus der Sicht frühkindlicher Bindung, in späteren Beziehungen sowie generationsübergreifend erforschen.

Die Wurzeln lebenslanger Gefühle von Scham und Schuld sind oft in durch frühe Entwicklungs- oder Schocktraumen ausgelösten Stresszuständen zu finden. Scham- und Schuldgefühle entwickeln sich als Reaktion auf Stress und Desorganisation im Körper und Nervensystem und erzeugen in Folge wiederum weiteren Stress und Desorganisation.
Negative Glaubenssätze über uns selbst, wie etwa „Ich bin schlecht“ und die vielen Varianten dieser Überzeugung basieren auf der frühen Erfahrung von „Ich fühle mich schlecht“. Auf der Ebene der Identität werden Scham und Schuld zur Basis stark verzerrter Identifikationen und Selbstverurteilungen, die lebenslang andauern können.
Zu verstehen, dass Scham und Schuld mehr mit dem Versagen der Umgebung als mit eigenem Versagen zu tun haben, hilft uns dabei, uns selbst auf eine neue mitfühlendere Art zu sehen.
Wir werden uns sowohl theoretisch wie praktisch mit der Thematik auseinandersetzen, so dass die Teilnehmer ihre eigenen authentischen Erfahrungen erkunden können.

Seminarinhalte:

•    Affektregulation: Angemessener Umgang mit Scham- und Schuldgefühlen und dem daraus resultierenden Verhalten
•    Unterscheidung zwischen natürlichen Scham- und Schuldgefühlen und solchen in Folge von frühen überfordernden Erfahrungen
•    Scham/Schuld als identitätsstiftende Kräfte
•    Scham/Schuld als generationsübergreifendes Thema
•    Scham/Schuld aus der Perspektive der Neurophysiologie
•    Praktische, das Thema erforschende Übungen der Teilnehmer miteinander

Michael Mokrus
25 Jahre kontinuierliche Trainertätigkeit in verschiedenen körperpsychotherapeutischen Fortbildungen, Seminaren, in Einzelarbeit und Supervision. Die stetige Auseinandersetzung mit neuen therapeutischen und (neuro-)wissenschaftlichen Entwicklungen prägt seinen individuellen Stil. Die sichere Basis für gemeinsame Prozesse beruht auf Achtsamkeit, Akzeptanz und Klarheit. Studium der Anglistik, Germanistik, Politikwissenschaft, Medizin. Seit 1987 verschiedene körperpsychotherapeutische Aus- und Weiterbildungen in humanistischer Psychologie, struktureller Körpertherapie, kraniosakraler Therapie, Traumatherapie (SE), Essenzarbeit, Bindungsdynamiken, NARM und ISP. Langjährige Erfahrung unterschiedlicher Meditationspraktiken. Eigene Praxis in Köln.

 Ort: Iyengar Yoga Hamburg - Grindelallee 89 - 20146 Hamburg

Koasten: 310,00 €

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